Altstadtensemble „Ortskern Großbreitenbach und unterer Ortsteil“

In Großbreitenbach ist heute noch die typische Form eines Waldhufendorfes im historischen Stadtteil in nahezu unveränderter Art entlang der Hauptstraße erkennbar. Im Marktbereich konzentrieren sich eine Reihe historisch besonders wertvoller Gebäude wie das Rathaus, das ehemalige Herrenhaus (Markt 2), das ehemalige Hotel „Wilder
Mann“ (Markt 4), der Glockenturm St. Johannis (ältestes Bauwerk der Gegend) und das Thüringer Wald-Kreativ-Museum (Myliusstr. 6). Im Randbereich befindet sich mit der St.
Trinitatiskirche die größte Fachwerkkirche Thüringens.

Gut zu Wissen

Bestimmend im Stadtkern sind zweistöckige traufständige Wohnhäuser des späten 18. u. 19. Jh. Eine Besonderheit bilden Gebäude mit großem Walmdach in unmittelbarer Marktnähe. In den durch den Stadtbrand 1868 betroffenen Bereichen befinden sich heute i.d.R. Gebäude aus der Wiederaufbauphase um 1870, die sich durch historische Bauformen und Schmuckelemente auszeichnen. Erwähnenswert ist, dass sich Bauten des 19. u. 20. Jh. auf Grund ihrer regionalen Bauweise und der verwendeten Materialien ohne Brüche in das Straßenbild einfügen. Im oberen Bereich befinden sich platzartige Aufweitungen, mit Grünstrukturen gestaltet (Begegnungs- und Kommunikationsräume).

Fast zwei Drittel des innerstädtischen Kernbereiches gehören zum „Denkmalensemble Großbreitenbach“. Hierzu zählen 270 Gebäude. Hinzu kommen über 30 Einzeldenkmale, 10 davon in kommunaler Hand und im Stadtkern liegend.